SectorCon schließt gemeinsam mit Charité und Partnern eine Versorgungslücke für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Projekt wird vom BMWi mit 2,1 Mio € gefördert

Die Nachsorge von Patientinnen und Patienten mit implantiertem LVAD per moderner Telemedizin und 5G-Mobilfunkstandard zu verbessern, ist das Ziel eines mit rund 2,1 Mio € vom BMWI geförderten strategischen Einzelprojektes. Bis 2024 erforscht das von der Charité – Universitätsmedizin Berlin geführte Konsortium von Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB), das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI), die SectorCon Ingenieurgesellschaft für System- und Softwaretechnik mbH aus Berlin sowie die SYNIOS Document & Workflow Management GmbH aus Hamburg wie Telemonitoring und Bewegungsfreiheit der Patienten gleichermaßen gewährleistet werden können.

Ursprünglich waren Herzunterstützungssysteme als vorübergehende Unterstützung des Kreislaufs bis zur Herztransplantation konzipiert. Inzwischen werden sie jährlich bei mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz als dauerhafte Versorgung angewandt. Dabei stellen das kardiologische Grundleiden, die möglichen auftretenden Komplikationen des Implantats sowie die Begleiterkrankungen große Herausforderungen bei der Behandlung von LVAD-Patienten dar. Aufgrund fehlender Technologien gibt es bisher nur sehr eingeschränkte Lösungsansätze für eine telemedizinische Fernbetreuung.

Die nächste Stufe in der Telemedizin

Die SectorCon GmbH aus Berlin ist der Medizintechnik-Hersteller im Konsortium und entwickelt physiologische Präzisions-Messtechnik der nächsten Generation. Diese basiert auf der Übertragung hochfrequenter Biosignale an eine Realtime-Cloud-Infrastruktur. Hierfür sind leistungsfähige und zuverlässige Funknetze erforderlich und daher besteht ein großes Interesse an diesem Projekt, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu verbessern.

„Unsere einzigartige und innovative Sensor-Technologie zur Ermittlung der Vitaldaten kommt ursprünglich aus der Luft- und Raumfahrttechnik und wird komplett in Berlin entwickelt und hergestellt.“, erklärt Roland Kopetsch, Ingenieur und Geschäftsführer der SectorCon GmbH. „Seit etwa zehn Jahren erforschen wir auf dieser Basis gemeinsam mit der Charité stationäre Anwendungen in der operativen Intensivmedizin.“

Aus dem Flugzeugbau an das Krankenbett

Mit der Medical-Device-Plattform ConCardiac AIR kann die individuelle hämodynamische Gesamtsituation von Patient*innen vor, während und nach schweren Eingriffen kontinuierlich, belastungsfrei und in Echtzeit überwacht werden.

„Das Projekt 5GMedCamp ermöglicht uns nun die Erweiterung des Anwendungsspektrums unserer Systemlösungen in die permanente, zuverlässige und ortsungebundene telemedizinische Versorgung.“

Das Forschungsprojekt 5GMedCamp

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines 5G-basierten kontinuierlichen Vitaldatentransfers in Kombination mit einem KI-basierten Klinischen Entscheidungsunterstützungssystems für die telemedizinische Mitbetreuung von Patienten nach Implantation eines permanenten Linksherzunterstützungssystems (left ventricular assist system, LVAD). Bei dem Forschungsvorhaben handelt es sich um Grundlagenforschung für die Erstanwendung eines 5G-Campusnetzes im Gesundheitsbereich, bei dem ausgehend von dem hochkomplexen LVAD-Anwendungsfall auch Grundlagen für die telemedizinische Fernbetreuung mittels permanenten Vitaldatenmonitorings bei anderen Hochrisikopatienten erarbeitet werden.


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