"Manches muss man heilen, ohne dass der Kranke davon weiß."

Lucius Annaeus Seneca

Römischer Politiker, Dichter und Philosoph (4 v. Chr - 65 n. Chr.)

Motivation für die Bildung des Netzwerkes

Herausforderungen im Klinikalltag

Viele Kliniken haben mit den Folgen des demographischen Wandels, immensen Kostensteigerungen und Personalengpässen zu kämpfen. Methoden und Technik haben teilweise nicht mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt gehalten, der Zugriff auf wichtige Daten und Vitalparameter des Patienten ist häufig nicht möglich und der interdisziplinäre Austausch ist nicht immer so gegeben, wie es wünschenswert wäre.

Für Ärzte und Pflegepersonal ist der Klinikalltag mitunter von Hektik und emotionaler Belastung geprägt. Kritische Situationen werden teilweise spät erkannt, schwierige Entscheidungen müssen in komplexen Fällen auf Grundlage von teilweise unvollständigen Rohdaten schnell und unter Stress getroffen werden.

Mit dem neuen Ansatz für einen ganzheitlichen Workflow für nichtinvasive Diagnostik- und Patientenmonitoringansätze, kombiniert mit einem für das medizinische Umfeld konzipierte Datenmanagement sowie KI-Unterstützung für Diagnose und Behandlung, will das Netzwerk einer neuen Ära der medizinischen Versorgung den Weg bereiten.

Ermittlung von Vitalparametern und Patientenmonitoring - überholte technische Standards

Eine Vielzahl von Methoden zur Ermittlung von Vitalparametern hat nicht mit dem aktuellen Stand der Technik Schritt gehalten. Es gibt verschiedene Ansätze zu neuen, schonenderen und zuverlässigeren Methoden, die in den Klinikalltag integriert werden müssen.  

Bei der Ermittlung vieler physiologischer Parameter sind noch immer invasive Verfahren der Goldstandard, obwohl das - besonders im Bereich der Intensivmedizin (Operationen, Intensivpflege, Neonatologie) - zu einer besonderen Belastung und Gefährdung (z. B. Infektionen, Entzündungen) des Patienten führt.

Andere Parameter werden gar nicht gemessen oder stehen aufgrund nicht stattfindender Datenabgleiche nicht zur Verfügung und können entsprechend nicht für die Diagnose herangezogen werden.

Verbesserte, nichtinvasive Verfahren zur schonenderen, genaueren und vollständigeren Erhebung von Vitalparametern sollen zum einen die Qualität und Quantität der erhobenen Daten verbessern. Zum anderen kann so eine zusätzliche Belastung und Gefährdung des Patienten z. B.  in Form von Schmerzen, Entzündungen und Infektionen vermieden werden.

Monitoring, Therapie und Reaktion auf kritische Situationen

Weitere bahnbrechende Möglichkeiten, die Versorgung von Patienten entschieden zu verbessern, sind die Personalisierung des Patientenmonitoring und der Einsatz von lernenden Systemen.

Im Moment wird überwiegend mit standardisierten Grenzwerten (Puls, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, …) gearbeitet, die nicht immer den optimalen Wertebereich für den einzelnen Patienten wiedergeben. Durch die zentrale Erfassung aller patientenrelevanten (historischen sowie aktuell erhobenen) Daten ist eine maßgerechtere und bessere Beurteilung des gesundheitlichen Zustands der Patienten möglich.

Eine weitere wichtige Komponente ist in diesem Zusammenhang die Beurteilung der Daten durch eine künstliche Intelligenz. Im Krankenhausalltag müssen Ärzte und Pfleger viele Dinge gleichzeitig im Blick haben. Um die Verschlechterung eines Patienten zu erkennen, sind sie teilweise auf alarmgebende Systeme angewiesen, die auf der Kontrolle weniger, einzeln betrachteter Werte basieren. Lernende Systeme dagegen können laufend das Zusammenspiel beliebig vieler Parameter prüfen und als Gesamtes bewerten und dadurch schneller und zuverlässiger als bislang Hinweise auf bevorstehende kritische Situationen geben sowie Entscheidungen für Therapien unterstützen.

Ziel ist es, nicht nur ein Machine Learning-Modell für die Vorhersage hypotensiver Ereignisse zu trainieren, sondern auch solche, die z. B. Blutdruckvariabilität, Bradykardie, Tachykardie, Hypovolämie und perioperative Säure-, Basen- und Stoffwechsel-Dysregulation vorhersagen.

Pflegepersonal und Ärzten kann so bei einem sich verschlechternden Zustand des Patienten ein Zeitvorsprung verschafft werden, der Leben rettet.

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